Samstag, 25. Oktober
Nach einem erneuten Strandbesuch direkt
nach dem Duschen - einige weitere Schildkröten haben diese Nacht ihre Eier bei
der Böschung abgelegt - und einem gemütlichen Frühstück machen wir uns fertig
zur Weiterfahrt. Das flache Land setzt sich weiter fort. Auffällig, und dennoch
merke ich es bewusst erst jetzt, ist, dass es hier keine Termiten zu geben
scheint, zumindest sind die sonst so markanten Hügel nicht zu sehen. Und gerade
bei diesem flachen Land mit seinem niederen Bewuchs sollten sie sofort sichtbar
sein. Kühe sieht man ja auch weit im Voraus, zum Glück, denn sonst wären wir
gestern an den Brolgas vorbeigefahren. Immer wieder mal kommen Bereiche mit
niedrigen Bäumen, bis etwa fünf Meter hoch, Low Woodland. Und dann wieder reine
Grassteppe oder Bush. Am Degrey River ist ein 24h-Rastplatz direkt am Ufer des
DeGrey River. Wir sehen ihn uns an, kommen dabei mit zwei Paaren aus Broome ins
Gespräch. Smalltalk natürlich, aber immerhin, wir verstehen einander, und das
ist ja auch schon was. Offensichtlich hat sich unser Akzent etwas abgeflacht,
die Leute erkennen nicht mehr sofort, dass wir Deutsche sind. Auf der anderen
Seite des Flusses bietet sich ein neues Bild: Hügelige Landschaft, die Straße
hat tatsächlich Kurven, neben der Straße wachsen hohe Bäume. Aber schon zwanzig
Kilometer später weitet sich die Landschaft wieder, die Hügel werden weniger,
ebenso die Bäume. Dafür tauchen die ersten Anzeichen von Mining-Aktivitäten
auf: Nebenstraßen mit dem Hinweis Mine Site, gesperrte Seitenwege, die im
Besitz von BHP oder Atlas sind und deshalb nicht frei befahren werden dürfen.
| Port Hedland at night, seen from East |
Und dann sind wir in Port Hedland. 1882
legte Peter Hedland in einer von Mangroven gesäumten Bucht an, sieben Jahre
später wurde Port Hedland als Ansiedlung veröffentlicht. Der Namen sagt es
schon, der Ort diente als Versorgungshafen für das Hinterland, das Pilbara. In
der besagten Bucht konnten kleinere Schoner anlegen, was die Versorgung
deutlich vereinfachte. Produkte der Gegend wie Muscheln, Perlen, Wolle und
Fleisch, Gold, Kupfer und kleinere Mengen Eisenerz konnten auf dem Seeweg viel schneller in die
größeren Hafenstädte im Süden gelangen. Heute ist Port Hedland einer der
größten Häfen in Australien, aber mit einem sehr eingeschränkten Angebot: Salz
und Eisenerz werden von hier verschifft. Jeden Tag treffen hier in Port Hedland
24 Züge mit Eisenerz ein, 12 kommen von der Yarrie Mine im Osten, 12 aus Newman
im Süden. Jeder der Züge aus Yarrie hat 90 Waggons mit je 125 Tonnen Eisenerz,
die aus Newman sind länger, sie haben 210 Waggons. Damit kommen pro Stunde
37.500 to Eisenerz in Port Hedland an und werden umgehend verschifft. 90 %
davon gehen nach China! Entsprechend groß ist der Hafen er wurde vor Jahren
extra erweitert für die größte Kategorie der Erzfrachter mit 425.000 BRT
Kapazität. Als wir am Hafen ankommen, läuft gerade einer dieser Riesenfrachter
ein, leider sind wir etwas zu spät dran, um ihn gebührend bewundern zu können.
In Port Hedland erzeugt Rio Tinto Minerals
jährlich rund drei Millionen Tonnen
Kochsalz (mit Solarenergie), auch dieses Produkt kommt auf dem Seeweg zu den
Weiterverarbeitern.
Wir bleiben heute Nacht hier in Port
Hedland auf einem Campingplatz an Cooke Point.
Immer wieder treffen wir Reisende, mit
denen wir schon früher auf der Schmetterlingstour Kontakt hatten.
Freitag, 24. Oktober
Hier an Eighty Mile Beach ist das
bevorzugte Nistgebiet der seltenen und unter Naturschutz stehenden Flatback
Marine Turtles, einer großen Seeschildkröte. Jetzt in diesen Wochen kommen die
Weibchen am Abend aus dem Wasser, um im Sand am Rande des Strands ihre Nester
zu bauen und die Eier zu legen. Die ersten Grabarbeiten erfolgen mit den
Vorderbeinen, das Ausheben der eigentlichen Eikammer dagegen mit den
Hinterbeinen. Das Gelege wird mit Sand bedeckt und das Nest getarnt, damit ist
die Arbeit der Schildkröte getan, sie kehrt zurück ins Wasser. Der gesamte
Vorgang dauert rund zwei Stunden. Wird eine Schildkröte in den Phasen vor der
Eiablage gestört, kann es sein, dass sie das Nest verlässt und den Versuch
abbricht. Um sie möglichst wenig zu stören, soll man nach 23 Uhr nicht mehr an
den Strand gehen und auch vorher schon am Strand keine Taschenlampen verwenden.
Man soll allerdings auch nicht mit dem Auto auf den Strand fahren, was aber
nicht verboten ist, also dennoch gemacht wird.
Wir gehen mit dem ersten Licht an den
Strand, und siehe da, mindestens sechs dieser großen Echsen haben heute Nacht
ein Gelege gebaut. Die Spuren sind nicht zu übersehen, immerhin sind sie etwa
einen Meter breit.
Wir bleiben den Tag hier und folglich auch
die kommende Nacht hier in Eighty Mile Beach. Diesen Strand müssen wir einfach
ausnutzen und wieder einen großen Spaziergang machen. Hunderte Seevögel, Möwen,
Sandläufer, Plover, Austernfischer und andere sind am Strand verteilt, das
Wasser hat etwa 30 Grad, die Wellen sind etwa 50 cm hoch, alles ist wunderbar.
Wenn wir uns den Seevögeln nähern trippeln sie vor uns her. Irgendwann kommen
wir ihnen dann doch zu nahe, dann fliegen sie unter wüstem Protestgeschrei ab und meist um uns herum. Außerdem gibt es
hier - im Gegensatz zu Broome - jede Menge Muscheln und Schnecken, teils sehr
schöne Exemplare.
| Shells |
Direkt am Ufer treiben sich Fische herum,
etwa 1 m lang, sandfarben. Wenn sie mich entdecken, schalten sie sozusagen den
Turbo ein und verschwinden im tieferen Wasser. Auf einen trete ich
versehentlich, in der Brandung ist er nicht zu sehen gewesen. Mit ihrem flachem
Bauch, zwei Rückenflossen und einer starken Schwanzflosse sind sie gemacht für
den bodennahen Aufenthalt im flachen Wasser, ansonsten sehen sie aus wie Haie.
Es sind vermutlich Flatheads, Flachköpfe, sie sind ess- und genießbar. Auch
mindestens einen Hai, ein stattliches Exemplar, schwimmt die Küste entlang, das
erfahre ich allerdings erst nachdem ich im seichten Wasser gebadet habe. So
nahe ans Ufer kommen diese Raubtiere, wenn es denn eines war, aber auch nicht.
Donnerstag, 23. Oktober
Ein letztes Mal müssen wir zu Coles, Chinatown,
denn wir haben nur noch sehr wenig Brot. Brigitte wollte gestern welches in dem
Shop am Platz kaufen, aber da war es aus. Montag sagte jemand zu uns, dass er
festgestellt hat, dass er in Broome keine Karte mehr braucht, also sei es Zeit,
den Ort zu verlassen und weiterzuziehen. Wenn es danach ginge, müssten wir noch
hierbleiben, denn die Werkstatt in Guy St habe ich gestern nur mit Karte
gefunden, obwohl ich schon mal dort war.
An diesem einen Tag heute fahren wir mehr
als an den 12 Tagen zuvor in der Summe, 370 km sind es, bis wir bei Eighty Mile
Beach auf einem schattigen Platz stehen.
Die Strecke von Broome nach Südwesten führt
durch eine Steppe am Rande der "Great Sandy Desert". Die
grasbewachsene Ebene wird gelegentlich unterbrochen von buschbestandenen
Bereichen, Bäume sind eher selten anzutreffen. Auch der Verkehr hält sich sehr
in Grenzen, mich wundert, dass der Great Northern Highway überhaupt
"sealed" ist. Vermutlich sind das Auswirkungen der zunehmenden
Minentätigkeit hier in Northern Western Australia. Ab und zu sehen wir einen
Wegweiser zu einer Station, auch davon gibt es nicht viele. Zwei Rastplätze
sind für 24h-Aufenthalte vorgesehen, das bezeugt, dass es wenig Möglichkeiten
gibt, neben der Straße zu übernachten.
Unterwegs "müssen" wir eine Pause
einlegen, weil an einem Wasserloch neben der Straße mehrere Dutzend Brolgas
stehen. Ich fahre so nahe hin wie möglich, woraufhin ein Teil der Gruppe
abfliegt, aber nur wenig später wieder landet, sie schaffen so etwas mehr
Fluchtweg zwischen sich und uns und überfliegen dabei außerdem noch einen Zaun.
Einige bleiben. Wir beobachten sie, sie beobachten uns. Dann entspannt sich die
Lage, immer mehr dieser schönen Kraniche kehren auf dem Luftweg zurück. Beim
Landeanflug sind sie allerdings nicht zu elegant wie beim Flug oder beim
Herumlaufen, da sehen sie eher unbeholfen aus.
Auch beim Sandfire Roadhouse halten wir an
und sehen uns die Displays mit den Zeitungsausschnitten aus der Zeit der
Entstehung an. Damals, 1970, wurde der 50 jährige Gründer des Roadhouses von
Vielen für verrückt erklärt, hierher in diese "sunbaked sandy
country" zu gehen und sich dort mit seiner Familie niederzulassen. Aber er
hatte wohl genügend Weitsicht um die Notwendigkeit eines Roadhouses hier
zwischen Broome und Pt Hedland zu sehen zu einer Zeit, als es nur wenig Verkehr
gab an der Nordküste.
Kurze Zeit später war eine Bohrung nach Wasser
erfolgreich und drei Wochen danach ging das Roadhouse mit einer ersten
Tankfüllung von 44l Diesel in Betrieb.
Es ist noch heute in Familienbesitz. Oft von Zyklonen getroffen und jedes Mal
teilweise zerstört, ist es 2004 restlos abgebrannt (nach zwei Tagen ging der
Betrieb weiter, unter offenem Himmel mit Hilfspumpen für Fuel und Wasser) und
2009 zum vorläufig letzten Mal von einem Zyklon getroffen worden. Da blieb nur
das Hauptgebäude erhalten, alles andere war "plattgemacht" -wie gut,
wenn man mit Wellblech baut. Der 2009er Sturm hat übrigens auch die drei
umliegenden Farmen und die Anlage hier an Eighty Mile Beach zunichte gemacht.
| Low Tide on Eighty Mile Beach |
Mittwoch, 22. Oktober
Morgen wird es endgültig weitergehen
Richtung Perth. Von Darwin nach Perth sind es laut Karte 1.850 km - cum grano
salis -, wir haben 5.000 draus gemacht. Da vor uns auf direktem Weg noch 2.366
km liegen, gehe ich mal davon aus, dass wir noch rund 7.000 km fahren werden.
Aber das hängt auch vom Wetter ab.
Heute ist also der Vorbereitungstag:
Waschen, Einkaufen, Tanken, Auto reisefertig machen … Dazwischen natürlich
immer wieder Schwimmen im Pool, Lesen, Nichtstun.
| Monument for the Women involved in the Pearling Business |
Diese letzten Tage sind wie im Flug an uns
vorbeigezogen, geblieben ist der Eindruck von Schönheit, Lebensqualität,
angenehmer Wärme.
Zum ersten Mal seit fast einer Woche, naja,
seit fünf Tagen, sind heute Abend wieder einzelne Wolken am Himmel. Aber noch
immer ist es nicht richtig schwül, die Luftfeuchtigkeit liegt bei 60 %, die
Temperaturen schwanken zwischen 22° in der Nacht und 35° am Tag. Heute hatte es
"nur" 33° wegen eines mittelstarken Nordwindes. Sehr komisch.
Auf dem Platz "hinter" uns ist
ein britisches Paar eingezogen, small talk, während ich ihm dabei helfe, sein
Vorzelt aufzubauen. Gegenüber, auf 121, kommt Wasser aus der Erde. Eine neue
Quelle? Vermutlich nicht undda ich ohnehin zum Büro muss, um meine Gatecard
abzugeben, "melde" ich das gleich. 10 Minuten später fangen zwei Mann
an, ein Loch auszuheben. Die Wasserleitung, knapp 50 cm tief im Boden, hat zwei
Löcher. Das Problem ist die Lokalisierung, denn da, wo das Wasser austritt,
muss ja nicht die Schadensstelle sein. In diesem Fall waren die biden Stellen
aber relativ dicht beieinander, nur etwa 50 cm getrennt. Nach einer guten
Stunde ist das Loch wieder zu, von dem Schaden zeugt nur noch die feuchte
Stelle auf dem Fahrweg. Die wird noch länger zu sehen sein, denn das Wasser hat
roten Sand mitgebracht.
Dienstag, 21. Oktober
Mit dem ersten Bus fahren wir zu Gantheaume
Point. Dieser erste Bus ist der einzige, der hinfährt, denn später ist es zum
Zurücklaufen zu warm. So groß ist der Unterschied wahrscheinlich nicht. Wir
halten uns wieder eine Weile bei den Klippen am Leuchtturm auf, bevor wir uns
auf den Rückweg machen. Acht Kilometer Strandspaziergang, sogar hier im
besiedelten Broome sind wir fast alleine, die Leute, die uns begegnen, kann man
an zwei Händen abzählen. Ab und z überrascht mich eine Welle und so habe ich
schon nach kurzer Zeit nasse Hosenbeine. Die Sonne trocknet sie wieder, zurück
bleibt ein salzgetränkter Stoff.
Ebenfalls mit dem Bus fahren wir über Mittag
zu Kimberley Outdoor Supply und kaufen Zeltschnüre und einen Plastikhammer, um
das Vorzelt besser aufbauen zu können. Ich kann nicht davon ausgehen, dass ich
jedes Mal ein passendes Holzstück oder einen faustgroßen Stein finde, wenn ich
die Markise aufbauen will. Die Schnüre mit den Stahlfedern sind für unsere
Campingausrüstung in Deutschland.
Zwischen den verschiedenen Busfahrten - wir
haben wieder einen Day Pass - vertreiben wir uns die Zeit mit Schwimmen im Pool
und Lesen. Schon lange kam ich nicht mehr so viel zum Lesen wie hier, auch das
ist richtig angenehm.
| Gantheaume Point |
Wieder essen wir bei Matso's zu Abend, dort
sitzt man gut, das Essen ist gut und das Bier ist süffig, auch wenn es für
deutsche Geschmäcker zu wenig Alkohol hat (im Schnitt 4,5 %). Besonders
beeindruckt uns das Gingerbeer, ein ganz helles Bier mit einem Ingweranteil,
der sehr erfrischend ist und eine leichte Schärfe in das Bier bringt. Wohl
wissend, dass ich dann schlecht schlafen werde, gönne ich mir drei Biere, ein
"Hit the Toad", ein Ginger Beer und einen "Smokey Bishop".
Zum Essen entscheide ich mich für das Tandoori aus der Curryhut mit frischem
Naanbrot.
Montag, 20. Oktober
Wieder, wie im letzten Jahr, gehen wir zu
dem Buddhatempel. Nur geht es diesmal schneller, weil wir wissen, wo wir
hinmüssen. Mehrere Frauen praktizieren Yoga in der Halle, das ist ok, aber eine
hat sich ihren Platz direkt bei der Statue ausgesucht. Das finde ich nicht
wirklich angebracht, kann es aber natürlich nicht ändern. Wir genießen die
Stille, sehen den Vögeln zu und den Schmetterlingen, ab und zu mache ich ein
Foto.
Der Rückweg gestaltet sich länger, weil wir
noch die Umgebung ansehen. Offensichtlich sollen hier weitere Wohnungen,
Sanctuaries oder Feriensiedlungen entstehen, es gibt einige Grundstücke zu
kaufen "to develope". Das bedeutet nicht zur Eigennutzung. Eines hat
40.000 qm, ein anderes 10.000 qm und das dritte 8.000 qm, alles eigentlich
angepasste Grundstücksgrößen für ein Einfamilienhaus mit Shed und Dreifachgarage.
Das drittgenannte und kleinste Grundstück ist bebaut, das darauf stehende Haus
sieht nicht mal so schlecht aus.
| Sunset at famous CableBeach |
Relaxing am Pool, Brigitte traut sich trotz
ihrer Schrammen am Schienbein ins Wasser, bleibt nur die Hoffnung, dass es
nicht gerade jetzt zu einer Entzündung kommt (was ich nicht erwarte, but you
never know).
Schon um vier mache ich mich an die
Vorbereitungen fürs Abendessen, dabei gibt es heute Bratkartoffeln, da ist außer
zwei Zwiebeln, Knoblauch und den zwei Tomaten nichts zu schnippeln. Ich koche
auf dem Barbeque, da ist es gut, wenn wir früh dran sind, dann ist noch alles
"fleischfrei". Der eigentliche Grund ist aber, dass wir zum
Sonnenuntergang am Strand sein wollen. Das ist dann überhaupt kein Problem, der
Sonnenuntergang ist schön, stimmungsvoll, genial.
20 Minuten nachdem die Sonne im Meer
verschwunden ist, ist es so dunkel, dass die ersten Sterne zu sehen sind und
dass alle Autos mit Licht fahren. Auch tauchen bereits die ersten Taschenlampen
im Gebrauch auf. Aber richtig dunkel ist es erst etwa eine Stunde nach
Sonnenuntergang.
Sonntag, 19. Oktober
… einfach, weil es dort richtig schön ist.
Noch vor dem Frühstück machen wir einen
etwa 8 Kilometer langen Trail und beobachten, was es zu beobachten gibt: Tracks
auf dem Weg von Kängurus, Schlangen, Vögeln, Eidechsen, Kühen, Blumen und Bäume
und natürlich Vögel. Das wird besonders gut, als wir am Strand angekommen sind.
Hier an der Nordseite der Roebuck Bay ist das Ufer extrem flach, ideale
Voraussetzungen für Mangroven, die sich hier angesiedelt haben. In den
Mangroven leben jede Menge Vögel, sie ernähren sich von Insekten,
Krustentieren, Amphibien, kleinen Fischen und Schlangen. Dazu kommen die vielen
Seevögel, die man hier zu sehen bekommt: Möwen, Sandpiper, Strandläufer,
Austernfischer, Ibisse, Reiher,… Außerdem ist die Gegend hier das
Sommerquartier und Brutstätte für viele Zugvögel aus dem asiatischen Raum bis
hoch nach Sibirien. Sogar Vögel aus Alaska kommen zum Brüten hierher an die
Küste der Kimberley.
In Broome besuchen wir den Poo Pond, denn
dort sind Whistling Ducks zu sehen. Tatsächlich, sie sind da, und weil sie hier
zwar in Freiheit, aber hinter einem Zaun leben, haben sie auch keine ganz so
große Fluchtdistanz, wir können bis auf Fotografierentfernung an sie heran.
Und dann stehen wir wieder im Palm Grove
Caravan Resort, zwei Stellplätze weg von unserem alten Platz. Neben dem steht,
als sei er nicht weg gewesen, der Wohnwagen des Amerikaners. Aber auch jetzt
kann ich ihn nicht antreffen. Später kommt er bei uns vorbei.
| Crested Pigeon |
Nach Abendessen und Spülen gehen wir zum
Strand. Im Grunde ist es zu spät, denn der Sonnenuntergang ist lange vorbei.
Aber ein Spektakel ist es dennoch. Dutzende von 4WDs kommen von Norden den
Strand herunter, schlängeln sich durch "The Rocks" und verlassen den
Strand. Normaler Verkehr an einem Sonntagabend? Nicht ausgeschlossen. Als diese
Show vorbei ist, ist es wirklich stockdunkel und wir gehen zurück. Im Süden
leuchtet alle 10 Sekunden das Leuchtfeuer von Cape Gantheaume auf, darüber
strahlen die Sterne, auch ohne Kreuz des Südens ein unglaublicher und -
hoffentlich - unvergesslicher Anblick.
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