Samstag, 18. Oktober
Bis wir mit dem Frühstück fertig sind, sind
bereits drei Autos hier vorbeigefahren, es wird Zeit zu gehen. Etwa 5 km
südlich von unserem Camp ist ebenfalls eine gute Stelle zum Übernachten,
allerdings ist der Strand lange nicht so schön, überwiegend felsig. Die Hütte
bei James Price Point ist nicht mehr
verlassen, zwei Männer sitzen im Schatten und grüßen, als wir neugierig
heranfahren. Ohne das Gespräch zu suchen, kehren wir um und fahren weiter. Der
Amerikaner, den wir in Broome getroffen haben und dessen Frau inzwischen in
Adelaide weilt, steht noch an Quondong Point, er scheint aber nicht im
Wohnwagen zu sein, zumindest kommt er nicht raus, als wir vorbeikommen um
"Good Day" zu sagen. Also fahren wir weiter. Am Barred Creek Camp
Ground ist alles verlassen, obwohl der Camp Ground gut aussieht. Allerdings
gibt es hier Mangroven, und wo Mangroven sind, sind - zumindest zu Zeiten
höherer Tiden - auch Sandfliegen mit ihren hässlichen Bissen. Also halten wir
uns besser fern.
| Barred Creek, Dampier Peninsula |
Dann sind wir am Broome Hwy, fahren aber
gleich geradeaus weiter zum Broome Bird Observatory, wo wir eine Nacht bleiben
wollen. Es klingt nach Stress: Um 18.30 Uhr treffen sich alle im Shadehouse -
das ist die Camp Kitchen - um über die Beobachtungen des Tages zu berichten. Da
fällt mir wieder auf, dass ich ja eigentlich ein schlechter Vogelbeobachter
bin, denn im Allgemeinen sehe ich sie ja nicht, sondern höre sie nur. Am Strand
ist das anders, aber da sitzen die Vögel ja nicht hinter Blättern ;-).
Nachmittags sitzen wir über eine Stunde im
Birdhide, dort kann man die Vögel direkt beobachten, wie sie sich am Wasser
laben. Das meiste sind Tauben. Sogar ein Kite, ein Raubvogel, kommt vorbei,
aber er schaut nur. Wenn die Bowerbirds kommen, es sind ihrer drei, gehen alle
anderen Vögel auf Distanz, die großen Vögel scheinen recht aggressiv zu sein.
Sie sind andererseits die einzigen, die sich vom Geräusch meiner Kamera gestört
fühlen und jedes Mal zusammenzucken, wenn ich ein Bild mache. Die Rainbow Bee
Eater sind sehr schnell, aber gelegentlich bleiben sie doch auf einem Ast sitzen.
Auch ein Red Backed Kingfisher schaut vorbei, das ist ein kleiner
Verwandter des Kookaburra.
An die abendliche Zusammenkunft im
Shadehouse schließt sich ein längeres Gespräch an, der eine Gesprächspartner
ist aus den Niederlanden, der andere vor 42 Jahren aus Dänemark eingewandert.
Für einen Vogelbeobachter hat er ein enormes Mitteilungsbedürfnis.
Gerüchteweise regnet es in Katherine bereits, ich kann es mir nicht wirklich
vorstellen.
Und morgen geht's zurück nach Broome...
Freitag, 17. Oktober
Nach dem Frühstück kommen zwei Autos
angefahren, je zwei Mann steigen aus, verringern den Reifendruck, ziehen sich
langärmelige Hemden statt der T-Shirts an, steigen wieder ein, fahren runter
zum Strand und daran entlang nach Norden. Schnell sind sie den Blicken
entschwunden. Vermutlich gehen sie fischen. Sollte es wider Erwarten trotz der
neuen Batterie Probleme mit dem Anlassen geben, ist Hilfe also nicht weit, denn
die beiden kommen sicherlich gegen Abend wieder hier vorbei.
Unser Tag beginnt so, wie der gestrige
geendet hat: Mit einem Strandspaziergang. Aber diesmal gehen wir nach links.
Die Bucht auf dieser Seite hat etwas dunkleren Sand und dahinter, an der
Landseite, rote Limestone-Klippen der gleichen Art, auf der wir stehen. Nur ist
auf Höhe unseres Fahrzeugs in Nordrichtung das Ende der Klippen erreicht. Das
gibt bei dem derzeit ablaufenden Wasser ganz tolle Zeichnungen im Sand: Roter
Untergrund, darauf angeschwemmter bzw. von den Wellen mitgebrachter hellerer
Sand mit schwarzen Ablagerungen. Die Natur malt Bilder auf den Sand von einer
unglaublichen Schönheit und gleichzeitig einer großen Volatilität und
Verletzlichkeit. Wir bleiben bis morgen früh hier. Das Aufbauen der Markise
geht schon deutlich besser und schneller. Allerdings setzt der Westwind gerade
erst ein.
| Endless Beach |
Am Nachmittag machen wir wieder einen
Strandspaziergang, wieder starten wir Richtung Norden. Diesmal gehen wir bis
zum nächsten Kap, nur um zu sehen, dass auf der anderen Seite wieder eine
herrliche Sandbucht sich anschließt. Nach drei Stunden sind wir zurück. Da
Brigitte am Strand deutlich schneller geht als im Gelände, waren das rund 15 km
retour.
Insgesamt kommen heute, während wir beim
Bushi sind, zehn Autos vorbei, die letzen zwei bereits eine Stunde nach
Sonnenuntergang, da ist es schon stockdunkel. Auch sie fahren runter zum Strand
und daran entlang nach Norden.
Gestern ein Auto, das in Sicht kam, heute
10 - wie soll das weitergehen? Naja, es ist Wochenende.
Donnerstag, 16. Oktober
Gemütlich fahren wir die Westseite der
Dampier Peninsula hoch, halten hier und halten da und entschließen uns dann, an
Cape Bertholet unser Camp aufzuschlagen. Etwa 10 m über dem Strand, auf einer
roten Klippe mit dem Bug nach Westen steht unser Landcruiser, wir haben einen ollen Blick über die See und den Strand. Gegen die Sonne
soll die Markise helfen, aber es gelingt mir nicht, sie ganz richtig aufzubauen
und so muss ich immer wieder nachbessern. Der Wind ist ziemlich heftig und
zerrt an der Plane. Beim ersten Versuch, sie in der Rinne festzumachen, bezahle
ich mit einer abgerissenen Haut auf dem Zeigefinger, es blutet ziemlich stark.
Die Markise scheint ganz neu zu sein und noch nie im Einsatz. Dann ist es
besonders schwierig, sie bei Wind zu installieren, vor allem, da wir ein
bisschen zu klein sind.
Langsam läuft die See auf, Hochwasser ist
in Broome um 15.06 Uhr, mit nur noch 6,77 m, das wird hier nicht wesentlich
anders sein, schließlich sind wir ja nur wenige Kilometer weiter nordöstlich.
Wir bauen die Markise ab und wieder auf,
jetzt wird es schon besser.
Doch dann kommt sie wieder weg und wird auch
weggeräumt, weil wir zum Strand gehen. Ein zweistündiger Spaziergang an
"unserem" rechten Strand entlang, dem mit den hellen Dünen an der
Landseite zeigt uns die ganze Schönheit dieses Teils der Dampier Peninsula von
Seeseite aus. Es gibt nahezu keine Muscheln am Strand, wahrscheinlich werden
sie alle an den vorgelagerten Felsen zerschlagen. Genau rechtzeitig zum Kochen
sind wir zurück und während des Abendessens geht die Sonne unter, schön, aber
nicht spektakulär.
| Bush Camp $ Cape Bertholet, Dampier Peninsula |
Nach dem Abendessen kippt Brigitte mit
unserer Einstiegsmilchkiste um und schürft sich das Schienbein auf. Mist, das
bedeutet wieder zwei Tage ohne Wasserkontakt für sie. Und das jetzt, wo die
Stiche gerade richtig abgeheilt waren.
Mittwoch, 15. Oktober
Kurz vor acht stehen wir vor den Toren des
Crocparks, aber der macht erst um 14.00 Uhr auf. Auch im Vogelpark möchten sie
vor 11.00 Uhr keine Besucher empfangen. So fahren wir zum Broome Bird
Observatory. Dort werden wir herzlich begrüßt, bekommen einen Wegeplan und eine
Einweisung und dürfen dann auf eigene Faust losziehen. Von der Campkitchen aus
- denn entgegen der Aussage der freundlichen Mitarbeiterin im Visitor Centre
gibt es hier doch einen Caravan Park - haben wir einen wunderbaren Blick auf
die Vogeltränken, die reichlich gut besucht sind. Auch ein Euro, ein kleines
Känguru, stillt hier seinen Durst. Den 7 Kilometer langen Weg lassen wir
angesichts der Wärme und der fortgeschrittenen Stunde lieber aus und gehen
stattdessen die beiden kurzen Walks, jeweils etwa 1,5 km lang. Aber auch hier
sind die Vögel bereits in irgendwelchen schattigen Unterkünften, von ihnen ist
wenig zu hören und noch weniger zu sehen.
Im Birdhide sind wir nicht alleine, ein
älterer Mann, gekleidet wie ein Großwildjäger aus dem vorletzten Jahrhundert,
sitzt da und schaut den Vögeln zu, die sich hier im Schatten tummeln. Er ist
eigens hier her gereist, um Vögel zu beobachten, das ist sein Hobby. Auch
andere Leute wohnen derzeit auf dem Campingplatz.
Als wir gerade wieder am Broome Hwy
ankommen, biegen schräg gegenüber Tina und William, die beiden Holländer von
Silent Grove, von der Cape Leveque Road kommend auf den Hwy ein. Sie sind
gestern morgen hochgefahren und jetzt wieder zurück in Broome, kein gutes
Zeichen, denn eigentlich wollten sie sich mehr Zeit lassen. Und wirklich, ihr
Kühlschrank macht Probleme, das ist wohl auch der Grund gewesen, warum ihre
Hausbatterie so schnell den Geist aufgegeben hat.
| Outbackway - not so smooth as it looks |
Am Nachmittag gehen wir kurz an den Strand
und genießen das warme Wasser mit seinen 29 Grad bei relativ starker Brandung.
Es gibt keine Stinger- oder Haiwarnung, so können wir beruhigt ins Wasser
gehen. Wir schwimmen nicht richtig, sondern genießen es, die Wellen auszutanzen
und uns von ihnen an Land spülen zu lassen. Ja, Broome's the place to be.
Das Salz duschen wir schon am Strand wieder
ab, gehen dann aber doch noch in den Pool auf dem Platz. Die Lufttemperatur
liegt bei 35 Grad, das ist nicht wirklich sehr viel, aber die Luftfeuchtigkeit
ist höher als an den letzten Tagen.
Für abends ist ein Gewitter angesagt, es
bleibt aber bei einem ganz kurzen Schauer.
Als das Abendessen fast fertig ist, muss
ich zum ersten Mal die Gasflasche wechseln, sie hat immerhin 30 volle Tage
Kochen (also Frühstück und Dinner) durchgehalten, unglaublich.
Dienstag, 14. Oktober
Heute lassen wir das Auto stehen und fahren
mit dem Bus. Aber zuerst muss ich noch nachbuchen für die nächsten zwei
Übernachtungen. Und da das Büro erst um acht aufmacht, können wir erst um 08:52
Uhr mit dem Bus an der Haltestelle gegenüber des Parkeinganges losfahren. Den
größten Teil unseres Stadtbesuchs verbringen wir in Chinatown. Von Chinesen ist
hier allerdings nichts mehr zu sehen, nur noch Weiße betreiben die Geschäfte. Der
Name stammt aus der Gründungszeit, als hier in Broome die Chinesen einen großen
Anteil an der Bevölkerung hatten, weil Chinesen zwar nicht bei der Ernte der
"Mother of Pearl"-Muscheln angestellt waren, aber für alle anderen
niedrigen Arbeiten herangezogen wurden. Bis sie sich dann hochgearbeitet hatten
und bei den großen Geschäften mitmischten.
Nach einem Abstecher zurück zum Caravanpark
mit Abkühlung im Pool fahren wir ebenfalls mit dem Bus zu Matso's Broome
Brewery zum Abendessen. Der letzte Bus zurück fährt um 18.27 Uhr, da ist es
zwar schon dunkel, aber noch recht früh, wenn es ums Abendessen geht, außerdem fährt nur ein Bus pro Stunde, und so
sind wir bereits um 16.10 Uhr im Restaurant. Dinner gibt es aber erst ab halb
6. Und so essen wir halt von der Nachmittagskarte, das sind die Vorspeisen der
Dinnerkarte und für uns völlig ausreichend.
Wie der Name schon sagt, ist
Matso's eine Brauerei, der Inhaber und Koch ist Deutscher, also gibt es neben
einer langen Reihe hochklassiger (und hochpreisiger) Weine frisch gebrautes
Bier. Die Biere sind natürlich auch nicht ganz billig, aber wirklich gut. Es
gibt sie zum Probieren in einem Holzbrett mit fünf Gläsern zu je 0,1 l, in den
üblichen 0,4 l Gläsern oder im 2-l-Mug, für Gruppen. Ich nehme erst einen "Smokey
Bishop", ein dunkles Bier, dann ein Ingwerbier und zum Schluss ein stark
gehopftes Lager, das "Hit the Toad".
| Dinner at Matso's Broome Brewery |
Zum Nachtisch können wir auf die
Dinnerkarte zurückgreifen und wählen ein Tiramisu, die Biskuits sind statt mit
Marsalla mit "Smokey Bishop" getränkt.
Es gibt keine Probleme, den letzten Bus zu
bekommen, wir sind auch nicht die Einzigen, die mit diesem Bus von hier
zurückfahren, aber weil wir die Letzten sind, die im Bus sind, bringt uns die
Fahrerin bis direkt vor den Caravanpark.
Montag, 13. Oktober
Zu meiner großen Überraschung springt der
Motor beim ersten Versuch an. Mag sein, dass das an unserer gestrigen
Abendausfahrt lag, kann aber auch sein, dass der Motor und auch das Öl heute
wärmer sind, die Haube steht seit einiger Zeit in der Sonne. Ich telefoniere
mit Sydney, Chris meint, ich solle bei Repco, das ist ihre hiesige
Vertragswerkstatt, die Batterie wechseln lassen.
Nachdem die Wäsche an der Leine hängt
fahren wir los. Dort treffen wir die beiden Holländer , Tina und William, sie
haben ihr Batterieproblem bereits gelöst und bekommen jetzt auch noch einen
neuen "Stoßdämpfer" an die eine Klappe des Laderaums. Außerdem kommen
dann auch noch unsere Nachbarn vom Campingplatz, er ist US-Amerikaner aus dem
Staat Washington, sie ist Australierin. Sie halten sich immer ein halbes Jahr
in Australien auf und dann wieder in den USA. Washington, nicht Washington DC,
hat eines mit Australien gemeinsam, die geringe Bevölkerungsdichte. Aber sonst
dürfte alles anders sein, besonders die Temperatur.
In dieser Werkstatt gibt es jede Menge
Zubehör für Outbackfahrten, alles, was man sich vorstellen kann im Outback zu
brauchen. Angefangen bei kleinen Einmann-Zelten und großen Gefriergeräten, die
man an die Autobatterie hängen kann über alles, was man zum Ziehen eines
Anhängers braucht bis zu Maxtracks und Winches ist alles da, ein Paradies für
4x4-Fahrer. Nur einfache Reifendruckmessgeräte sind aus.
Wie im Flug vergeht die Zeit und schon sind
die Autos fertig, wir können weiter. Aus unserer jetzigen Sicht sind wir wieder
für alles gerüstet. Bei dem lokalen Outdoor-Ausstatter bekomme ich doch noch
einen Lederhut, außerdem schaffe ich es, mir ein Reifendruckmessgerät
anzuschaffen. Mit dem kann man auch einfach und schnell Luft aus den Reifen
lassen, wenn es nötig ist.
| Frangipani |
Gantheaume Point ist benannt nach einem
französischen Admiral, der die nautische Leitung einer Erforschungsreise
innehatte, die diesen Punkt 1802 entdeckte, aber nicht an Land ging und ihn für
eine Insel hielt. Die eigentlichen Vermesser kamen fast 20 Jahre später,
stellten den Irrtum fest und behielten den Namen bei, abgesehen davon, dass sie
"Ile" durch "Point" ersetzten und die Reihenfolge der
Wörter änderten. Dort an Gantheaume Point verbringen wir einige Zeit mit dem Betrachten
des steigenden Meeres. Der Tidenhub beträgt hier an der Nordwestküste der
Kimberley fast 10 Meter, in Derby waren es vorgestern 10,98 m, einem Tiefstand
von nur 31 Zentimetern folgte rund sechs Stunden später ein Hochstand von 11,29
m. Die nächste Ebbe war dann bei 0,58 m, also schon mehr. Obwohl wir den
Höchststand nicht abwarten (ich habe mich in der Zeit vertan und gemeint, er
sei eine Sunde früher), bekommen wir einen guten Eindruck davon, wie es hier
bei viel Wasser, einem frischen Wind und herrlichem Sonnenschein ist. Beim
letzten Besuch hatten wir die Mantas im Wasser, dafür Wolken und weniger und
ruhigeres Wasser. So wunderbar türkisfarben war es da aber auch. Übrigens nimmt
die Flu mit jedem Tag ab und die Ebbe zu, so dass der Unterschied nächste Woche
nur noch 1,50 m beträgt. Dann wächst er
wieder und so geht es auf und ab.
Wieder ersetzt der Swimmingpool auf dem
Resort das Bad im Meer, dort müssten wir hinlaufen und wer weiß, ob es nicht
doch Stingers oder ähnliches Ungetier gibt heute. Die Wellen sahen auch nicht
so ganz "ohne" aus, unten an Point Gantheaume. Unten, weil weiter im
Süden, also auf der Karte weiter unten (fünf Kilometer :-) ).
Sonntag, 12. Oktober
Heute gibt es zum Frühstück erstmals in
diesem Urlaub Toast: Brigitte benutzt die tolle Camp Kitchen und röstet unser
Frühstücksbrot an.
Diesmal ist die Batterie noch
unfreundlicher: Das Überbrücken der Hausbatterie führt nur dazu, dass die auch
nichts mehr hergibt. Also hängt der Nachbar, von dem ich das Kabel geliehen
habe, seinen Swift an. Auch damit funktioniert das Starten erst nach etwa 10
Minuten Ladezeit. Aber dann ist alles gut.
In Broome stellen wir uns in der Visitor
Information in der Schlange an, buchen eine Cameltour für heute Abend und fahren
zum Check In auf dem Palm Grove Caravan Ressort, ausnahmsweise gleich zu Beginn
für zwei Nächte. Ich mache mich an das Veröffentlichen meines Blogs, das
Schwierigste dabei ist das Einbinden der Fotos. Aber auch das geht jetzt schon
besser.
| Individualized Bushi - volatile |
Nach einem kurzen Bad im Swimming Pool
brechen wir auf (mit dem Auto, um die Batterie am Laufen zu halten) an den
Strand von Cable Beach, um dort die gebuchte Cameltour zu machen. Unser Veranstalter
ist (noch) nicht da, auch niemand, der ihn vertritt. Also heißt es warten. Von
Norden kommt ein Cameltrain, aber die haben rote Satteldecken, das ist ein
anderer Veranstalter, Red Sun Camels. Doch dann kommen sie, zehn Dromedare mit
gelben Satteldecken und drei Begleitern. Es dauert eine Weile, bis alle
Dromedare dazu gebracht sind, sich in den Sand zu setzen. Der letzte in der
Reihe ist erst unlängst aus der Freiheit in der Simpson Desert gekommen und ist
noch ziemlich aufgeregt wegen des Wassers und der vielen Leute, er ist erst
seit zwei Wochen im Training. Dann bekommen wir unsere Einweisung und schon
geht es los. Von hinten nach vorne werden die Dromedare bestiegen, also das
vorletzte zuerst, dann das vorvorletzte usw. Wir sind zusammen auf dem dritten
Dromedar. Das Aufstehen des Tieres geht so flüssig, dass ich es kaum
mitbekomme, wahrscheinlich bin ich zu aufgeregt.
Während des 4 Kilometer langen Weges
gewöhnen wir uns an die Gangart, an das Schaukeln und die gelegentlichen Stöße,
am Ende kann ich sogar freihändig reiten und meine Kamera mit beiden Händen
bedienen. Aber das Ruhighalten des Objektivs ist wirklich schwierig. Es ist
eine Sundownertour, die wir gebucht haben, und richtig, noch bevor wir wieder
zurück sind, ist die Sonne verschwunden; nicht nur wegen der - heute viel
dünneren - Wolkenbank am westlichen Horizont.
Zum ersten Mal auf dieser Reise sind wir
nach Sonnenuntergang noch mit dem Auto unterwegs, zum ersten Mal fahren wir mit
Licht. Denn schon bis wir an unserem Bushi angekommen sind, ist es dunkel. Auf
der Promenade ist ziemlich viel los, der Parkplatz wieder gut gefüllt.
Und zum ersten Mal muss ich zum Kochen
künstliches Licht in Anspruch nehmen. Im Baum über uns sind mindestens zwei
Fruitbats und kommunizieren miteinander.
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